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Gemeinde Röttenbach im Landkreis Roth - lebendig, sympathisch, modern  |  E-Mail: info@roettenbach.de  |  Online: http://www.roettenbach.de

Neues aus dem Rathaus - Dezember 2016

Thomas Schneider 2014

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

jedes neue Jahr bringt uns viel Gutes, aber eben nicht nur. Die Optimisten freuen sich auf das, was besser wird, die Pessimisten fürchten sich vor dem, was noch schlechter werden könnte. In der Weltpolitik scheinen immer mehr Konflikte aufzutauchen anstatt weniger zu werden. Auf der anderen Seite muss es einen nicht wundern. Denn zu häufig schauen wir nur auf unsere eigene Jacke ohne an andere Menschen zu denken. Wenn es für uns wichtig ist, dass die Jeans nur 20 Euro kostet, dann geht das zu Lasten der Menschen, die für kaum eine Entlohnung arbeiten müssen. Und irgendwann wird es auch denen zu bunt und sie stehen auf. So sind wir persönlich sicher nicht an kriegerischen Auseinandersetzungen schuld und doch tragen wir einen gewissen Teil zum Unfrieden in der Welt bei – ohne dass es uns vielleicht bewusst ist.

 

Natürlich ist soziale Ungerechtigkeit und eine immer mehr auseinander gehende Schere zwischen extrem Reich und extrem Arm nur eine von vielen Ursachen für Krieg und Gewalt. Aber es zeigt auch auf, wir dürfen uns nicht zurücklehnen als ob uns das alles nichts angehen würde und zum Tagesgeschäft zurückkehren. Unsere Welt ist viel kleiner geworden. Und Konflikte in scheinbar weit entfernten Regionen spüren wir plötzlich auch im eigenen Land. Derzeit vor allem durch Menschen die Ihre Heimat verlassen müssen, weil dort Krieg, Hunger oder Perspektivlosigkeit herrschen. Der Westen verbrennt Kohle und Öl und heizt das Weltklima auf. Die Länder in Afrika müssen als erste darunter leiden. Darum gilt es für uns zu erkennen, dass das was, und wie wir es tun, Auswirkungen auf weit entfernte Regionen und die dort lebenden Menschen hat. Nur auf den eigenen Wohlstand zu schauen hilft uns langfristig nicht weiter. Irgendwann spüren wir die Folgen unseres eigenen Handelns. Und dann so zu tun als ob wir für das Ganze nichts können ist scheinheilig und wird uns nichts helfen. Wenn wir dann vor den Folgen unseres eigenen Handelns stehen, treten Heilsbringer auf, die angeblich genau wissen, was zu tun ist. Mauern bauen, Fremde rauswerfen usw. Und es ist erschreckend wie viele anständige Menschen diesen modernen Rattenfängern folgen. Wie in Hameln folgen die Menschen einer schön klingenden Melodie ohne sich zu fragen „wo geht der Weg eigentlich hin?“ Eigentlich müsste uns England ein Beispiel sein. Auch dort sind Schreihälse aufgetreten und haben für den Ausstieg aus der EU geworben und den Menschen bessere Zeiten versprochen. Und als es dann soweit war haben sie sich zurückgezogen und Land und Volk alleine gelassen mit den Problemen. Ich habe einen großen Wunsch für das Jahr 2017. Und der lautet: „Lassen wir uns nicht von solchen falschen Heilsbringern ins Verderben locken. Und glauben wir nicht alles was Google und Co. uns über das Internet versprechen mag.“ Dort herrscht nicht der Gedanke der Fürsorge für die Menschen sondern der Wunsch schnell Profit zu machen!

Dorfladen in Not!

Unser Dorfladen steckt in einer tiefen Krise. Die Umsätze sind zurückgegangen. Der krankheitsbedingte Ausfall unserer Dorfladenchefin hat uns zusätzlich vor große Probleme gestellt. Im Januar wird sich zeigen, ob der Laden überleben kann oder nicht. Wenn Ihnen daran liegt, dass unser Laden bestehen bleibt, dann hilft nur mehr Umsatz. Motivieren Sie Ihre Nachbarn, Freunde und Verwandte, im Dorf und damit im Dorfladen einzukaufen. Unsere Landwirte und regionalen Erzeuger stöhnen mehr und mehr über die vom Handel diktierten niedrigen Preise. Mit jedem Einkauf von regionalen Sortimenten in unserem Dorfladen unterstützen Sie Erzeuger in der Region und die Wirtschaftskraft in der Gemeinde. Sie sind auch für faire Preise? Dann kaufen Sie doch ein, wo faire Preise an Erzeuger gezahlt werden! Es kann doch nicht sein, dass eine Gemeinde mit über 3.000 Einwohner keinen Laden im Ort am Leben erhalten kann, nur weil es uns nicht gelingt die Idee eines guten Sortiments und fairer Preise zu vermitteln!! Wenn Ihnen also an fairen Preisen und regionalen Produkten etwas liegt, dann unterstützen Sie uns beim Erhalt des Dorfladens. Und wenn Sie Kritik am Dorfladen äußern wollen, dann wenden Sie sich direkt mit Verbesserungsvorschlägen an mich. Ich werde sie vertraulich behandeln.

Neujahrsempfang 

Nach so viel hintergründigen Gedanken darf ich Ihnen versichern, es gibt wenige Länder denen es so gut geht wie uns. Grund zum Jammern haben wir nicht wirklich. Und auch das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen. Ein Anlass dazu könnte unser traditioneller Neujahrsempfang sein. So darf ich Sie zum Neujahrsempfang der Gemeinde Röttenbach einladen. Er findet wieder am 6. Januar in der Aula der Grundschule statt. Wir beginnen um 11.00 Uhr. Einlass ist ab 10.30 Uhr. Nehmen Sie sich Zeit für gute Gespräche und lassen Sie uns gemeinsam auf das Jahr 2017 anstoßen. Ich baue auf Sie, denn wir alle sind Gemeinde!

 

Ihr

 

Thomas Schneider

1. Bürgermeister

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