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Hinweis zum Thema Organspendeausweis

Organspendausweis

Mehr als nur ein einziger Ausweis

In den Passämtern im Landkreis werden automatisch Informationen zum Thema „Organspende" mit verteilt - Bundesweite Initiative

 

ROTH - Röttenbach - Eigentlich wollte die 35-jährige Christine K. lediglich ihren neuen Pass im Rathaus abholen. Aber sie bekam „mehr" - zusammen mit dem druckfrischen Dokument wurde ihr auch noch ein ganz anderer Ausweis ausgehändigt, der für andere Menschen überlebenswichtig sein könnte - wenn Christine K. ihn ausfüllt.

 

Denn seit kurzem werden bundesweit, zusammen mit neu beantragten Pässen, nun auch Organspendeausweise einschließlich ausführlicher Informationen an den Mann und die Frau gebracht. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen im Landkreis und das Ausländeramt im Landratsamt machen dabei keine Ausnahme.

 

Das Ziel

Deutlich mehr Menschen als bisher sollen als potentielle Organspender gewonnen werden. Auf diese Marschroute hat sich die Bundesregierung geeinigt als sie zum 1. November 2012 das Gesetz zur „Einführung der Entscheidungslösung" in Kraft setzte. Was so abstrakt klingt, könnte bedeuten, dass Schwerkranke künftig auf schnellere Hilfe, sprich: auf eine schnellere Organtransplantation, hoffen dürfen, wenn sich mehr Menschen als bisher als mögliche Organspender registrieren lassen.

 

Lange Warteliste für Transplantation

Tatsache ist, dass derzeit bundesweit rund 12 000 Menschen, darunter Kinder genauso wie Erwachsene in den „besten Jahren", auf eine Transplantation warten. Aber nur 1200 Spender sind registriert. Tendenz: rückläufig; nicht zuletzt auch aufgrund der jüngsten Organspende-Skandale in verschiedenen deutschen Kliniken. Eine buchstäblich tödliche Entwicklung für Menschen, deren oft einzige Überlebenschance eine Organspende ist.

 

Info-Broschüre wird in den Passämtern automatisch mit verteilt

Auch darauf will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hinweisen, in deren Auftrag die Vordrucke der (nicht ausgefüllten) Organspendeausweise samt dazu gehöriger . Mit dieser Initiative soll den Bürgern und Bürgerinnen die Entscheidung „pro Organspendeausweis" so einfach wie möglich gemacht werden; Spender werden können prinzipiell alle, die über 16 Jahre alt sind.

 

Wer sich dafür entscheidet, muss aus dem ausgehändigten Info-Material lediglich den Organspendeausweis im Scheckkartenformat heraus trennen, um ihn mit zu führen; ob im Geldbeutel, in der Handtasche, im Motorrad-Rucksack oder im Auto Handschuhfach. Eine eigenhändige Unterschrift genügt und damit ist der- oder diejenige „offizieller" Organspender.

 

Kein Zwang

Niemand soll zu dieser Unterschrift „gezwungen" werden. Doch ist es sehr wohl ein Ziel dieser Initiative, Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, sie zu informieren und es ihnen so einfach wie möglich zu machen, sich für einen Organspendeausweis zu entscheiden; darum also auch die Info-Kampagne über die Passbehörden, nach dem Motto: Wer die Unterlagen automatisch in Händen hält, füllt sie vielleicht auch schneller aus. Und: Ein Pass kann (schöne) Reisen ermöglichen; ein Organspendeausweis kann helfen, Leben zu retten....

 

Information

Ein Info-Blatt mit den am häufigsten gestellten Fragen und Antworten sowie weitere Informationen zum Thema im Internet unter: www.organspende-info.de.

 

Alle Materialien der BZgA zum Thema Organ- und Gewebespende können kostenlos bestellt werden unter www.organspende-info.de/materialien/ sowie unter:

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,

51101 Köln

per Fax: 0221-8992257

per E-mail: order@bzga.de

 

 

Organspendeausweis

 

Zusammen mit einem beantragten Pass werden nun auch in den Passämtern im Landkreis und im Landratsamt Informationen und Vordrucke für einen Organspendeausweis automatisch mit ausgehändigt. Foto:bzga

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