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Dorfladen

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Engagement für einen „Dorfladen"

RÖTTENBACH/MÜHLSTETTEN(ao): Noch vor wenigen Jahrzehnten boten in Röttenbach und Mühlstetten die fünf Gemischtwarengeschäfte Haußner, Loy, Merlein, Pflock und Wechsler reichliche Sortimente für den „täglichen Haushaltsbedarf" an. Inzwischen haben alle diese Läden für immer geschlossen - sehr zum Leidwesen vieler Bürger, wie sich inzwischen herausgestellt hat. Deshalb wächst das Interesse an der „Gründung eines gemeinschaftlichen Dorfladens" immer mehr.

 

Seit geraumer Zeit nimmt sich ein sehr engagierter Arbeitskreis unter Leitung von Marina Kupfer, Thomas Hörmann, Franz Pappenheimer, Jörg West und Marc Specht der Forcierung dieses dringlichen Projektes an. In einer gut besuchten Veranstaltung mit vielen hilfreichen sachlichen Diskussionsbeiträgen aus dem Besucherkreis stellte der mit dem Wirtschaftsministerium zusammenarbeitende Unternehmensberater Wolfgang Gröll als erfahrener Gewährsmann zunächst die unterschiedlichen möglichen Gesellschaftsformen für einen Dorfladen vor: Eine „GmbH" wertete er als sehr aufwändig sowohl bei der Gründung als auch für den weiteren Betrieb. Die „Genossenschaftsform" erfordere einen langen Gründungsprozess mit Prüfpflicht und Haftungsbeschränkung. Als recht ungleich erweise sich das Kapitalverhältnis zwischen GmbH-Gesellschaftern und KG-Gesellschaftern bei einer „GmbH&Co.KG". Ohne Haftungsbeschränkung komme eine „Gesellschaft des bürgerlichen Rechtes" (GbR) aus. Sehr einfach sei die Gründung einer „Unternehmensgesellschaft mit stillen Teilhabern" (UG&Still), die bei Haftungsbeschränkung keine Prüfpflicht erfordere.

 

In der folgenden Abwägung der fünf vorgestellten Möglichkeiten tendierte die Versammlung am meisten zur „UG&Still" wegen des geringsten Gründungsaufwandes und der niedrigsten laufenden Kosten. Den Namen des Ladens will man noch offen lassen, ebenso die Höhe der Mindesteinlage, bei der zweihundert Euro in die Diskussion gebracht wurden. Der Leitung sollen drei bis fünf Aufsichtsräte und ein Vorsitzender angehören. Als Mindestlaufzeit für Einlagen wurden fünf Jahre mit anschließender halbjähriger Kündigungsfrist jeweils zum Jahresende angeregt .Die Gewinnverteilung und die Höhe eines Eintrittsgeldes für spätere Beteiligungen sollen einem entsprechenden Gesellschafterbeschluss obliegen.

 

Eingehend befasste sich die Versammlung schließlich mit den Inhalten eines Fragebogens, der allen Haushalten zugereicht werden soll. Die Ergebnisse gelten als wichtige Aussage für die notwendige Machbarkeitsstudie. Die Recherche soll ganz konkrete Angaben geben über die momentane Versorgungssituation im Gemeindebereich und über entsprechende Defizite, über das Kaufverhalten und die Kundenwünsche. So werden die Bürger unter anderem um Auskunft gebeten , ob sie wegen unzureichender Mobilität unter den derzeitigen Bedingungen Schwierigkeiten haben, Lebensmitteleinkäufe zu erledigen, ob sie grundsätzlich einen Dorfladen für nötig halten, ob, wie oft und zu welcher Uhrzeit sie in einem Dorfladen einkaufen würden, wie sie sich am Dorfladen beteiligen möchten, z.B. beim Ausbau und laufenden Betrieb, und welche Dienstleistungen eines Dorfladens sie sich wünschen - eventuell mit Bäcker und Metzger als Zulieferer.

 

Wichtigen Aufschluss über die „Machbarkeit" eines Dorfladens dürften auch die Fragen nach dem derzeitigen Einkaufsverhalten bringen. So will der Fragebogen z.B. wissen, wo die Bürger derzeit ihre Grundnahrungsmittel, Back und Fleischwaren, Haushaltsmittel und Getränke einkaufen und in welchem Maße sie Biokost und regionale Produkte bevorzugen.

 

Um keine Zeit für die Verwirklichung des für breite Bevölkerungsschichten so dringlichen „Projektes Dorfladen" zu verlieren, will die Arbeitskreisleitung die nötigen Recherchen über Machbarkeit und Umsetzungsmöglichkeiten zügig vorantreiben und durch öffentliche Zusammenkünfte stets engen Kontakt zu Meinungen und Vorschlägen aus der Bürgerschaft suchen.

 

 

 

Text: Alois Osiander

 

Logo: Arbeitskreis Dorfladen, Franz Pappenheimer

 

 

03.02.2010/al

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