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Gemeinde Röttenbach im Landkreis Roth - lebendig, sympathisch, modern  |  E-Mail: info@roettenbach.de  |  Online: http://www.roettenbach.de

Neues aus dem Rathaus - März 2016

Thomas Schneider 2014

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Prognosen sind eine unsicherer Sache, vor allem wenn sie in die Zukunft gerichtet sind. Diese Binsenweisheit wird gerne zitiert, wenn es um das Wetter geht. Aber sie gilt natürlich auch für alle Projekte die wir so angehen. Und damit auch für ein Projekt, das Sie sicherlich aus der Presse schon erfahren haben. Im Januar hat die Gemeinde Röttenbach mit den Partnergemeinden Georgensgmünd und Spalt ein Unternehmen gegründet.

Es heißt „Gewerbepark Mittelfranken Süd gKU“ und befasst sich mit der Entwicklung und Vermarktung von gemeinsamen Gewerbegebieten. Vielleicht haben Sie sich gefragt, warum wir das tun?

Sparsamer Flächenverbrauch

Im Gegensatz zu früheren Zeiten müssen die Gemeinden immer genügend Gewerbebauland vorhalten. Unternehmen kommen und wollen sofort kaufen und bauen. Hätten wir keine Flächen gehabt, wäre uns die Ansiedlung von HTI Gienger sicher nicht gelungen, denn die Vorlaufzeit für das Ausweisen von Gewerbeflächen beträgt mehrere Jahre. Daneben sind natürlich auch größere Unternehmen sehr interessant. Dabei kann es sich um einheimische Unternehmen handeln, die gewachsen sind und mehr Fläche brauchen, aber auch um Neuansiedlungen. Um diesem Wunsch nachzukommen müsste eigentlich jede Kommune 20 Hektar parat haben. Zusammen macht das 600.000 m². Das ist viel Fläche die vielleicht auch gar nicht gebraucht wird. Gemeinsam reichen uns nun schon 20 Hektar, also 200.000 m² Fläche und wir können denselben Firmen genügend Kapazitäten bieten.

Konkurrenz

In der Vergangenheit gab es einen hart umkämpften Markt für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Dieser wurde häufig über den Preis geführt. Für viele Unternehmen sind wir „gefühlt“ zu weit weg vom Ballungsraum. Nur über einen niedrigen Kaufpreis wurden sie in die Region gelockt. Innerhalb der Region mussten wir uns dann mit unseren Nachbarn messen. Häufig gewann der „Billigste“. Wir haben zwar nie unter dem Selbstkostenpreis verkauft, aber im Gegenzug haben wir eine ganze Reihe von Betrieben eben nicht zur Ansiedlung in Röttenbach bewegen können, weil es anderswo billiger war.

Bekanntheitsgrad

Der Wirtschaftsstandort Röttenbach hat sich gut etabliert. Dennoch ist er bei weiten nicht so bekannt wie unsere Nachbargemeinde Georgensgmünd. Das erkennen wir daran, dass dort - in der Vergangenheit und auch heute noch – viele Unternehmen entstanden sind, die bei uns gar nicht nachgefragt haben. Auf der anderen Seite haben wir durch unsere Lage an der Bundesstraße 2 einen Standortvorteil den Geo nicht bieten kann. So verbinden sich zwei Stärken zu einer noch stärkeren Komponente.

Flächenverfügbarkeit

Die Gemeinde Röttenbach verfügt über kaum eigene landwirtschaftliche Flächen. Außerdem haben wir im Gemeindegebiet gerade mal ca. 600 ha landwirtschaftliche Nutzfläche wegen des extrem hohen Waldanteils. Die Stadt Spalt verfügt über ein viel größeres Flächenpotential und kann Tauschflächen und Flächen für den Ökoausgleich bereitstellen.

Finanzierung

Die Erschließung und Vermarktung von Gewerbegebieten ist teuer und bindet sehr sehr lange Kapital. Wir haben für das Gewerbegebiet „Fünfteilholz II“ vor 15 Jahren die ersten Flächen aufgekauft. Das Gesamtprojekt liegt ca. bei 7.200.000 €. Wenn drei Gemeinden gemeinsam finanzieren, reduzieren sich natürlich der Aufwand und das Risiko deutlich. Im Gegenzug werden die Einnahmen aus der Gewerbesteuer durch drei geteilt.

Fazit

Die Gemeinde Röttenbach profitiert durch das gemeinsame Kommunalunternehmen. Die Stadt Spalt profitiert ebenfalls durch das Gebiet. Und die Gemeinde Georgensgmünd darf nun Flächen ausweisen, die sie alleine für sich nur schwer hätte ausweisen können. Auch diese Gemeinde profitiert. Die einzelnen Gemeinderäte bestimmen weiterhin wo und an welcher Stelle ein Gewerbegebiet entstehen soll. Damit gibt es – trotz eines nicht unerheblichen Aufwands in der Umsetzung – nur Gewinner bei diesem Projekt. Diese Situation hat den Gemeinderat dazu bewogen dem Kommunalunternehmen beizutreten.

 

Nach so viel sachlicher Information darf ich Ihnen nun noch einen schönen Frühling und ein gesegnetes Osterfest wünschen.

Ihr

Thomas Schneider

1. Bürgermeister

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