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Landkreis-Spendenaktion „Jeder Bürger ein Euro" will vier Hilfsprojekte unterstützen

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Dem Alltag Hoffnung geben

 

Ein Ziel, zwei sozial komplett unterschiedliche Welten, drei Kontinente, vier Projekte - das ist in Schlagworten die Landkreis-Spendenaktion „Jeder Bürger ein Euro 2012/13". „Geld ist natürlich nicht alles. Aber mit Geld lassen sich scheinbar unmögliche Dinge möglich machen, können wir Menschen Hoffnung in einem für sie scheinbar hoffnungslosen Alltag geben", wirbt Schirmherr Landrat Herbert Eckstein um möglichst viele Unterstützer.

 

Hilfe, die ankommt. Unbürokratisch, auf direktem Weg, die nachhaltig wirkt und die immer auch Hilfe zur Selbsthilfe sein will. Dieses Prinzip ist so alt wie die Spendenaktion selbst, also knapp 30 Jahre. Und doch so aktuell wie einst. Weil Not, Armut, soziale Ungerechtigkeit nichts von ihren fatalen Dimensionen verloren haben. Vier Initiativen soll in den nächsten Wochen und Monaten „Jeder Bürger ein Euro" zugute kommen.

 

Lernen zu können ist ein Privileg. Das wissen schon die Jüngsten in der AMPO-Schule. Doch das Schulgebäude müsste dringend renoviert werden. Mit Spenden wäre das möglich. Foto: ampoProjekt I:

Vielen ist Kathrin Rohde und der Verein „Sahel" bereits ein Begriff. Seit rund eineinhalb Jahrzehnten werden sie und ihre Mitstreiter durch die Landkreis-Spendenaktion bei ihrer Arbeit in Ouagadougou/Burkina Faso unterstützt. Mittlerweile ist in rund 30 Jahren - aus ganz kleinen Anfängen heraus - ein ganzes Dorf (A.M.P.O.) entstanden mit Krankenstation, Waisenhaus, Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschule.

 

Das derzeit drängendste Problem: Die kleine Schule, die zum Waisenhaus gehört. 120 Kinder und Jugendliche werden dort täglich, in „Schichten" unterrichtet - in einem Land, in dem selbst Kinder den Schulbesuch als „Privileg" sehen. Aber: die Schule ist baulich in einem jämmerlichen Zustand. „Jeder Bürger ein Euro" könnte hier schnell helfen... .

 

  Eine ökologische Bewirtschaftung eröffnet oft der ganzen Dorfgemeinschaft neue Möglichkeiten für ein selbstbestimmteres Leben. Foto: terre des hommes.

Projekt II

Dass umweltverträglicher Landbau das Leben eines ganzen Dorfes - im positiven Sinne - auf den Kopf stellt, beweist „Projekt II", eine Initiative der Hilfsorganisation „terre des hommes" in Andhra Pradesh/Südwestindien.

 

Jeweils über drei Jahre werden ausgesuchte, kleine ländliche Gemeinden und ihre Kleinbauern in Theorie und Praxis begleitet. Das Ziel: Eine umweltverträgliche und nachhaltige Bewirtschaftung. Weniger verschuldete Kleinbauern, Frauen, die das Grundwasser des Dorfes wieder nutzen können, Familien, die jetzt im eigenen Garten Obst und Gemüse für den Eigenverbrauch anbauen, gesündere Kinder - die vielen positiven Konsequenzen waren selbst für die Initiatoren verblüffend. 50 000 Euro kostet es im Jahr, soll ein solches Projektdorf (dauerhaft) fit für den ökologischen Landbau gemacht werden. Lediglich 100 Euro braucht es, um einen Hektar verödetes Brachland hochwertig aufzuforsten.

 

Dr. Kristo Huta und sein kleines Schmerzambulanzteam sind oft bis tief in die Nacht hinein unterwegs, um Schwerkranken - angefangen vom Kleinkind bis zum Greis - zu helfen. Doch oft fehlt es am Notwendigsten, sogar manchmal am simplen Verbandsmaterial. Foto: SteuerProjekt III

Nachhaltig - das ist auch das Stichwort für „Projekt III". Mit der Landkreis-Spendenaktion 2012/13 wurde die Armenapotheke von Durres/Albanien mit ihrer Patenorganisation, der Kriegskindernothilfe Roth, buchstäblich vor dem „Aus" gerettet. Mit ihr kooperiert sehr eng Dr. Kristo Huta und sein kleines Team, die eine Schmerzambulanz unterhalten. Buchstäblich Tag und Nacht sind sie unterwegs, um mittellosen Schwerstkranken Medikamente zu bringen, ihr Leiden erträglich zu machen. Umsonst. Weil der Staat für „solche" Menschen nichts übrig hat. Erst Recht kein Geld.

 

Doch fehlt es oft am Nötigsten, manchmal sogar am simplen Verbandsmaterial. Die Landkreis-Spendenaktion könnte beitragen, dass Menschen - angefangen vom schwerstbehinderten Kind bis hin zum krebskranken Greis - geholfen werden kann, ihr Schicksal mit so wenig Schmerzen wie möglich ertragen zu müssen.

 

Diese Kinder aus Mgolole/Tansania, sollen künftig nicht mehr in einem großen Waisenhaus, sondern in kleinen Wohngruppen betreut werden. Dort könnte auf die Jungen und Mädchen individuell besser eingegangen werden. Foto: AbtProjekt IV

Weniger um die physische als um die psychische Gesundheit geht es bei Projekt IV - dem Umbau und der Umorganisation eines Waisenhauses in Mgolole/Tansania in ein Dorf nach dem Vorbild der SOS-Kinderdörfer. Pate steht hier Olga Abt aus Ebenried, die mit einer der afrikanischen Waisenhaus-Mitarbeiterinnen, der Ordensschwester Veronika, eine 50-jährige Freundschaft verbindet.

 

Olga Abt, die erst im Sommer wieder in Tansania war: „Die Kinder können unter diesen Umständen nur aufbewahrt werden. Satt und sauber - mehr geht nicht", lautet ihre bittere Bilanz. Nun soll dieses große Waisenhaus, in dem auch Aids-kranke Jugend und Mädchen aufgenommen werden, in eine Art Kinderdorf mit kleinen, betreuten Wohngruppen umgebaut werden. Das Konzept steht, nicht aber die kleinen Häuschen, die das große Waisenhaus „ablösen" sollen. Hier könnte „Jeder Bürger ein Euro" ein Projekt mit anschieben, das in das Leben von Kindern Hoffnung, Zuversicht, Liebe und Geborgenheit bringt.

 

Wie gesagt: Geld ist im Leben nicht alles. „Doch können wir mit unserem Geld dafür sorgen, dass das Leben für andere Menschen ein Stück reicher an Hoffnung und Zuversicht wird," so Landrat Herbert Eckstein.

 


Spendenkonten:

Bei allen Sparkassen im Landkreis Roth,

Konto 18 18 18,

BLZ 764 500 00


Bei der Raiffeisenbank Roth-Schwabach,

Konto 150 150,

BLZ 764 600 15.

 


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