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Gemeinde Röttenbach im Landkreis Roth - lebendig, sympathisch, modern  |  E-Mail: info@roettenbach.de  |  Online: http://www.roettenbach.de

Bericht zur Sondersitzung des Gemeinderates am 23.10.2012

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Folgende Themen wurden besprochen:

 

  • Kommunales Energieentwicklungskonzept

 

  • Energieversorgung des Gemeindezentrums Röttenbach.

 

 

Kommunales Energieentwicklungskonzept

 

Zum ersten Punkt stellte Bürgermeister Schneider zunächst nochmals kurz das kommunale Energieentwicklungskonzept vor. Darin sollen die Gemeinden Festlegungen treffen, wie bis zum Jahr 2030 die Energie Wende gelingen kann. Röttenbach steht bisher nicht schlecht im Bereich des elektrischen Stromes da. Zwischen 51 % und 75 % werden bereits erzeugt. Eine Steigerung ist hier jedoch kaum mehr denkbar.

 

Photovoltaikgroßanlagen wird es kaum noch geben und auch neue Dachanlagen sind nur noch interessant, wenn der Strom selbst verbraucht oder vermarktet wird. Das Potential aus Biomasse wollten Teile des Gemeinderates nicht nutzen und ein Potential aus Windenergie ist in Röttenbach derzeit nicht gegeben.

 

Im Bereich der Energie für die allgemeine Mobilität kann eine einzelne Gemeinde kaum etwas unternehmen. Verbleibt lediglich der Bereich der thermischen Energie. CO2-reduzierende Schritte wie der Aufbau eines zentralen Heizkraftwerkes erscheinen schwierig. Die gemeindlichen Liegenschaften sind relativ neu und energetisch gut auf dem Stand. Im privaten Bereich gibt es jedoch durchaus noch Entwicklungspotential

 

Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes soll geleistet werden

Nach eingehender Diskussion legte der Gemeinderat fest, dass die Gemeinde einen Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes leisten will. Daher wurden folgende Ziele formuliert und festgelegt:

  • Die Gemeinde strebt die verbesserte Nutzung des Wasserkraftpotentials in der Gemeinde an.
  • Die Gemeinde überprüft die potentiellen Standorte auf Dächern von privater und öffentlicher Hand und strebt den Ausbau von Dach-PV-Anlagen an.
  • Die Gemeinde überprüft und hinterfragt kritisch den eigenen Energieverbrauch.
  • Weiter erarbeitet sie Lösungsansätze im Bereich Straßenbeleuchtung durch Einsatz modernerer Technik und Wärmeverbrauch bei Gebäuden durch bauliche Maßnahmen wie Dämmung oder verbrauchsreduzierende Maßnahmen (Bewusstseinsbildung/-schulung).
  • Die Gemeinde ermittelt die Potentiale im Bereich von Industrieabwärme und Holzbiomasse und versucht die Energien sinnvoll und sparsam einzusetzen.
  • Die Gemeinde betreibt eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Energieeinsparung, energetische Sanierung und Erzeugung regenerativen Energien.
  • Die Gemeinde strebt Energieautarkie im Bereich der Versorgung elektrischer Energie bis zum Jahr 2030 aus regenerativen Quellen an.
  • Im Bereich des thermischen Primär-Energie-Einsatzes wird eine Reduzierung gemeindeweit um 30 % und eine Deckung des Verbrauchs aus regenerativen Quellen von 50 % angestrebt.

 

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.


Energieversorgung des Gemeindezentrums Röttenbach

 

 

Im zweiten Tagesordnungspunkt schloss Bürgermeister Schneider an der vorhergehende Diskussion an. Er erinnerte daran, dass wir nicht nur eine Verantwortung für den Geldbeutel sondern auch für andere Menschen tragen. Die zunehmende Versteppung in Afrika mit der Folge von immer mehr Hunger, der Anstieg der Meeresspiegel mit der Folge, dass Millionen Menschen heimatlos werden, das absehbare Aussterben der Inuit-Kultur und die massiven Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere hängen vor allem auch mit unserem Umgang mit fossilen Energieträgern zusammen. Mit dem Hinweis, dass regenerative Energie noch zu teuer ist und deshalb nicht eingesetzt wird, können viele Menschen die (sicher) heimatlos werden oder an Hunger leiden nicht befriedigt werden. Die Gemeinde Röttenbach mit Ihrem Gemeinderat hat jetzt die Möglichkeit sich Ihrer Verantwortung zu stellen.

 

Er stellte die ergänzende Untersuchung des IfE vor, aus der sich ergibt, dass auch der Einsatz eines wärmegeführten Gas-Blockheizkraftwerkes keine wirtschaftlichere Alternative darstellt als eine Hackgut-Lösung mit Gas-Spitzenlast.

 

Nach eingehender Beratung und Diskussion beschloss der Gemeinderat, dass die Turnhalle und Schule mit einer Hackgut-Heizung beheizt werden soll. Die Spitzenlast wird mit einem Gaskessel abgedeckt. Es wird ein regionaler Betreiber für die Heizung und die Lieferung des Hackgutes bevorzugt.

 

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

 


 

Zu den öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates sind alle Bürgerinnen und Bürger immer herzlich eigenladen.

 

Sie haben ein Anliegen, das Sie dem Gemeinderat vortragen möchten?

 

Dann nutzen Sie doch die Bürgerfrageviertelstunde zu jeder öffentlichen Gemeinderatssitzung und bringen Sie Ihr Anliegen dort vor.

 


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